Arbeitsschutzstandard Covid 19

Sicherheit und Gesundheitsschutz haben oberste Priorität, wenn es um Arbeit in Zeiten der Corona-Pandemie geht. Dem Arbeitsschutz kommt dabei eine zentrale Rolle zu, denn wer in diesen besonderen Zeiten arbeitet, braucht auch besonderen Schutz. Wichtig ist, dass es dabei bundesweit klare und verbindliche Standards gibt. Diesbezüglich wurden jetzt vom Arbeitsministerium und von der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung die “Arbeitsschutzstandards COVID 19” herausgegeben. Auf diese Standards können sich alle verlassen und an diese Standards müssen sich auch alle halten.

Ein betrieblicher Infektionsschutz, der die notwendigen zusätzlichen Schutzmaßnahmen zum Schutz der Beschäftigten vor SARS-CoV-2 beschreibt, soll den Menschen die notwendige Sicherheit geben, ihre Arbeit wieder aufzunehmen. Das setzt ein hinreichendes Vertrauen in Wirksamkeit und Reichweite der laufenden Maßnahmen der Pandemiebekämpfung voraus. Die Wirtschaft soll schrittweise und ohne weitere Rückschläge zur Vorkrisen-Leistung zurückkehren. Ein hohes Maß an Sicherheit und Gesundheit in der Arbeitswelt schafft dafür die Voraussetzung. Die Bundesregierung empfiehlt daher einen neuen Arbeitsschutzstandard SARS-CoV-2 mit folgenden Eckpunkten:

1. Arbeitsschutz gilt weiter – und muss bei einem schrittweisen Hochfahren der Wirtschaft zugleich um betriebliche Maßnahmen zum Infektionsschutz vor SARS-CoV-2 ergänzt werden!
Wenn sich wieder mehr Personen im öffentlichen Raum bewegen, steigt das Infektionsrisiko – und damit das Risiko steigender Infektionszahlen und Überlastung des Gesundheitswesens. Dazu ist ein hoher Arbeitsschutz notwendig, der dynamisch an den Pandemieverlauf angepasst wird.

2. Sozialpartnerschaft nutzen, Arbeitsschutzexperten einbinden, Angebot arbeitsmedizinischer Vorsorge ausweiten!
Eine gelebte Sozialpartnerschaft in den Betrieben hilft gerade jetzt, die notwendigen Schutzmaßnahmen wirksam im betrieblichen Alltag zu verankern. Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit beraten den Arbeitgeber bei der Umsetzung des SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards und unterstützen bei der Unterweisung. Die Betriebe bieten ihren Beschäftigten zusätzliche freiwillige, ggf. telefonische, arbeitsmedizinische Vorsorge an.

3. Der Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern wird universell auch bei der Arbeit eingehalten – in Gebäuden, im Freien und in Fahrzeugen!
In den Betrieben werden entsprechende Absperrungen, Markierungen oder Zugangsregelungen umgesetzt. Wo dies nicht möglich ist, werden wirksame Alternativen ergriffen.

4. Abläufe werden so organisiert, dass die Beschäftigten möglichst wenig direkten Kontakt zueinander haben!
Schichtwechsel, Pausen oder Anwesenheiten im Büro werden durch geeignete organisatorische Maßnahmen entzerrt, Kontakte der Beschäftigten untereinander werden im Rahmen der Schichtplangestaltung auf ein Minimum reduziert.

5. Niemals krank zur Arbeit!
Personen mit erkennbaren Symptomen (auch leichtes Fieber, Erkältungsanzeichen, Atemnot) verlassen den Arbeitsplatz bzw. bleiben zu Hause, bis der Verdacht ärztlicherseits aufgeklärt ist. Hier sind auch die Beschäftigten gefragt, ihre gesundheitliche Situation vor Arbeitsbeginn zu prüfen, um ihre Kolleginnen und Kollegen nicht in Gefahr zu bringen.

6. Zusätzlichen Schutz bei unvermeidlichem direkten Kontakt sicherstellen!
Wo Trennung durch Schutzscheiben nicht möglich ist, werden vom Arbeitgeber Nase-Mund-Bedeckungen für die Beschäftigten und alle Personen mit Zugang dessen Räumlichkeiten (wie Kunden, Dienstleister) zur Verfügung gestellt.

7. Zusätzliche Hygienemaßnahmen treffen!
Waschgelegenheiten bzw. Desinfektionsspender werden vom Arbeitgeber bereitgestellt, um die erforderliche häufige Handhygiene am Ein-/Ausgang und in der Nähe der Arbeitsplätze zu ermöglichen. Kurze Reinigungsintervalle für gemeinsam genutzte Räumlichkeiten, Firmenfahrzeuge, Arbeitsmittel und sonstige Kontaktflächen verbessern den Infektionsschutz weiter. Auf die verbindliche Einhaltung einer “Nies-/Hustetikette” bei der Arbeit wird besonders geachtet!

8. Arbeitsmedizinische Vorsorge nutzen; Risikogruppen besonders schützen!
Viele bangen um ihre Gesundheit. Arbeitsmedizinische Vorsorge beim Betriebsarzt ermöglicht individuelle Beratung zu arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren. Auch Vorerkrankungen und Ängste können hier besprochen werden. Wird dem Arbeitgeber bekannt, dass eine Person einer Risikogruppe angehört, ergreift er die erforderlichen individuellen Schutzmaßnahmen.

9. Betriebliche Beiträge zur Pandemievorsorge sicherstellen!
Um schnell auf erkannte Infektionen reagieren zu können, erarbeiten Arbeitgeber betriebliche Routinen zur Pandemievorsorge und kooperieren mit den örtlichen Gesundheitsbehörden, um weitere möglicherweise infizierte Personen zu identifizieren, zu informieren und ggf. auch isolieren zu können. Beschäftigte werden angehalten, sich bei Infektionsverdacht an einen festen Ansprechpartner im Betrieb zu wenden.

10. Aktive Kommunikation rund um den Grundsatz “Gesundheit geht vor!”
Der Arbeitgeber unterstützt aktiv seine Beschäftigten. Führungskräfte stellen vor Ort klar, dass Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten Priorität haben. Alle zusätzlichen betrieblichen Infektionsschutzmaßnahmen und Hinweise werden verständlich erklärt und ggf. erprobt und eingeübt.

Quelle: www.bmas.de

 

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Zahl der Arbeitsunfälle zeigt, dass Sicherheitsbeauftragte für jedes Unternehmen wichtig sind

Seit einhundert Jahren gibt es in deutschen Betrieben die “Sicherheitsbeauftragten”, die sich um Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit kümmern. Am 20. Oktober 1919 beschloss der Verband der Deutschen Berufsgenossenschaften in allen größeren Betrieben dieses neue Ehrenamt einzuführen – damals hieß es noch Unfallvertrauensmann. Hintergrund dieser Neuerung war die hohe Zahl der Arbeitsunfälle in jener Zeit. Das Jahr 1917 brachte einen traurigen Rekord: 7904 tödliche Arbeitsunfälle wurden aus deutschen Betrieben gemeldet – so viele wie nie zuvor und danach. Wie konnte die Unfallgefahr gemindert werden? Die bereits bestehenden Kontrollen reichten offenbar nicht aus.

Die Beschäftigten eines Betriebes sollten deshalb eine “Vertrauensperson” wählen, die “sich von dem Vorhandensein und der ordnungsgemäßen Benutzung der vorgeschriebenen Schutzvorrichtung fortlaufend überzeugt, vorgefundene Mängel dem Betriebsleiter meldet und aufgrund geschulter Erfahrungen und Beobachtungen selbst Vorschläge zur Verbesserung der Schutzvorrichtungen zu machen. Zudem soll der Sicherheitsbeauftragte auch das Interesse der Mitarbeiter für den Unfallschutz wecken, sowie den mit der Überwachung betrauten staatlichen oder berufsgenossenschaftlichen Aufsichtsbeamten bei Betriebsbesichtigungen zur Seite stehen.

Das Aufgabenspektrum der Sicherheitsbeauftragten hat sich in den letzten 100 Jahren allerdings stark gewandelt – so wie die Arbeitswelt selbst. Stand im Jahr 1919 noch die praktische Unfallverhütung im Mittelpunkt, gewinnen heute Fragen von Gesundheitsschutz und der Verhütung von arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren an Bedeutung. Neben der fachlichen Qualifikation werden methodische und soziale Kompetenzen immer wichtiger. Aus dem Sicherheitsbeauftragten ist ein Beauftragter oder eine Beauftragte für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit geworden.

Geblieben ist bei allem Wandel die besondere Qualität dieses Amtes: Die Sicherheitsbeauftragten sind ansprechbar für Kolleginnen und Kollegen, sie können unmittelbar auf Mängel hinweisen und ihre Ideen für mögliche Verbesserungen einbringen. Für Sicherheit und Gesundheit im Betrieb sind sie – auch heute – unverzichtbar.

Quelle: www.dguv.de

Sie benötigen weitere Informationen zur Aus- und Weiterbildung von Sicherheitsbeauftragten in Ihrem Unternehmen oder möchten mehr zum Arbeitsschutz wissen? Dann können Sie uns gern telefonisch +49 3441 71 82 75 0 oder per Mail unter info@gerhardt-ingenieure.de kontaktieren. Einen Überblick zu unserem Aus- und Weiterbildungsprogramm finden Sie zudem

 

Weltweit größtes Schnitzel im
niederbayrischen Mengkofen zubereitet

Am Sonntag, den 15. September 2019 gegen 16 Uhr war es geschafft: Das Team des Gartenbauvereins Mengkofen hat den Weltrekord für paniertes Schnitzel klar geschafft. Das panierte Schnitzel ist 70 Quadratmeter groß und wiegt mehr als 1.200 Kilogramm. Es wurde in rund 15.000 Litern Öl gebraten und anschließend für einen guten Zweck verkauft.

Doch bevor das Schnitzel gebraten und verkauft werden konnte, mussten die Veranstalter einige Sicherheitshürden meistern und riefen uns dafür zu Hilfe. Vor Ort ließ sich unser Sicherheitsingenieur alle Pläne zum Weltrekordversuch zeigen, man erläuterte ihm die geplante Vorgehensweise und sprach über die Vorkehrungen zur Absicherung aller Beteiligten. Nach den Besprechungen mit dem Veranstalter folgte nun die Absprache mit den zuständigen Behörden der Landesregierung und dem Gewerbeaufsichtsamt, denn diese wollten vor Erteilung einer Genehmigung zur Durchführung des Events zahlreiche Nachweise und Beurteilungen. Viel Arbeit für uns, denn jetzt setzten wir uns daran, Gefährdungsbeurteilung und Explosionsschutzdokument für die Veranstaltung zu erarbeiten. Dies gestaltete sich schwieriger als gedacht, da immer wieder neue Forderungen auf den Tisch kamen, die es zu meistern galt. Nach einigen schlaflosen Nächten, zahlreichen Gesprächen und vielen Stunden der Ausarbeitung war es dann endlich geschafft. Die Veranstalter bekamen ihre Genehmigung um den Weltrekordversuch, welcher erfolgreich über die Bühne ging, durchführen zu können. Doch unsere Arbeit war noch nicht beendet, denn zum Event waren wir ebenfalls vor Ort um Aufbau und Ablauf zu überwachen. Vertreter des Eichamts, des Guinessbuchs der Rekorde, der Lebensmittelkontrolle und der Feuerwehr waren ebenfalls dabei, als das Schnitzel fertig gebraten war. Sie haben die Bedingungen überprüft, damit der Rekord anerkannt werden konnte.

Der Gartenbauverein Weichshofen veranstaltete die Aktion und verkaufte die Schnitzel-Semmeln für fünf Euro und spendete den Erlös an wohltätige Organisationen der Region. Als wir vor Ort von der Spendenaktion erfuhren, war für uns klar, dass wir uns mit unseren Einsatzstunden am Projekt beteiligen, so dass die Spendensumme höher ist.

Wer mehr zum Weltrekord erfahren möchte, kann sich hier näher informieren.

Durchschnittlich 145 Unfälle mit Flurfördermitteln pro Arbeitstag in Deutschland. Anstieg der Unfälle mit Staplern, Hubwagen und anderen Flurfördermitteln um 10% im Vorjahresvergleich

Quetschen, stürzen und kippen: Immer noch kam es zu über 36.000 Arbeitsunfällen mit Gabelstaplern, Hubwagen & Co in 2018 − und somit durchschnittlich über 145 Unfälle pro Arbeitstag in Deutschland! Zudem ereigneten sich auch in 2018 wieder 5 tödliche Unfälle. Die tragischen Ereignisse zeigen: Sicherheit im Umgang mit Gabelstaplern ist nach wie vor ein brandaktuelles Thema. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) zählte im Jahr 2017 über 220.000 Unfälle auf Transportwegen im Betrieb oder in derem Umfeld. Rund 85.000 Unfälle davon erfolgten beim Lagern oder Be- und Entladen. Im Jahr 2018 kam es zu über 36.000 Unfällen mit Flurfördermitteln und Materialtransportwagen. Damit gehen etwa 15 Prozent der innerbetrieblichen Transportunfälle auf Situationen zurück, an denen Stapler, Gabelhubwagen, Sackkarren oder Schubkarren beteiligt sind.
Die Zahlen beweisen: Der Umgang mit Gabelstaplern, Hubwagen und Transportwagen birgt erhebliche Gefahren. Diese Unfälle mit Flurförderzeugen führen häufig zu schweren Verletzungen – von Fußverletzungen bis hin zu tödlichen Unfällen. Unfallanalysen zeigen, das Anfahrunfälle einen Schwerpunkt bilden: In 44 Prozent der Fälle fährt der Stapler eine zweite Person an, quetscht sie ein oder überfährt sie sogar.

Quelle/Foto: www.hubtechnik24.de/wiki/dguv-unfallstatistik

 

Mit uns richtig geschult!

Die Zahlen zeigen erneut, wie wichtig Präventionarbeit im Unternehmen ist. Denn das beste Rezept gegen Unfälle ist, sie zu verhindern. Arbeitsunfälle sind oftmals nicht nur tragisch für die Betroffenen, sondern auch mit Schadenersatzansprüchen sowie unangenehmen Folgen für die gesamte Mitarbeiterschaft und den Betrieb verbunden. Hier braucht es ein entsprechendes Bewußstein bei den Beschäftigten. Mit unserem umfangreichen Schulungsprogramm in Sachen Arbeits- und Gesundheitsschutz stellen wir den stetig steigenden Stellenwert von Arbeits- und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz in den Mittelpunkt und helfen nachhaltig bei der Vermeidung von Unfällen. Um den Arbeitsschutz im Betrieb zu verbessern, sensibilisieren wir die Teilnehmer auf mögliche Unfallgefahren am Arbeitsplatz und vermitteln im Rahmen der Schulung Grundlagen der Arbeitssicherheit. Zudem vermitteln wird auch das richtige Verhalten, im Falle eines Unfalls vermittelt.

Sie benötigen weitere Informationen? Dann können Sie uns gern telefonisch +49 3441 71 82 75 0 oder per Mail unter info@gerhardt-ingenieure.de kontaktieren.

Durch Unternehmer- und Mitarbeiterschulung Unfälle zum und am Arbeitsplatz vermeiden

Die Zahl der Arbeits- und Wegeunfälle hat sich 2018 im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. Das geht aus einer Erhebung der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen hervor, die ihr Verband, die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), heute in Berlin veröffentlicht hat. Danach lag die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle im vergangenen Jahr bei 877.198 und damit um 3.676 Unfälle höher als im Vorjahr (+0,42 Prozent). 188.527 Versicherte hatten einen meldepflichtigen Wegeunfall, ein Minus von 2.441 gegenüber 2017 (-1,28 Prozent). DGUV-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Hussy rief angesichts der stagnierenden Unfallzahlen dazu auf, das Engagement für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit und im Verkehr zu verstärken.

Unfallrisiko bei der Arbeit gestiegen

Um die Entwicklung des Unfallrisikos einzuschätzen, ermittelt die DGUV auch die Zahl der Arbeitsunfälle je 1.000 Vollarbeiter. Hierbei handelt es sich um einen statistischen Maßstab, der Vergleiche erleichtern soll. Ein Vollarbeiter entspricht dabei der Zahl der Arbeitsstunden, die eine durchschnittliche, in Vollzeit tätige Person im Jahr gearbeitet hat. 2018 lag die Quote der Arbeitsunfälle je 1.000 Vollarbeiter bei 23,1 und damit um mehr als 9 Prozent höher als 2017 (21,2 Arbeitsunfälle je 1.000 Vollarbeiter). “Grund hierfür war nicht etwa das Mehr an Unfällen, sondern eine Abnahme der gemeldeten Arbeitsstunden”, erklärt Hussy die Entwicklung. “Für 2018 haben die Unternehmen die Arbeitsstunden ihrer Beschäftigten erstmals über den digitalen Lohnnachweis übermittelt, was sehr gut funktioniert hat. Im Ergebnis hatten wir wesentlich präzisere Daten als in der Vergangenheit, aber auch einen Rückgang der Zahl der Vollarbeiter um rund 3,3 Mio. auf 38 Mio. Die nahezu unveränderte Zahl der Arbeitsunfälle verteilt sich also auf weniger Vollarbeiter. Das Unfallrisiko steigt auf dem Papier. Tatsächlich ist es aber so, dass es wohl schon in der Vergangenheit höher gelegen hat.”

Zahl der schweren und tödlichen Unfälle geht kaum noch zurück

Die Zahl der neuen Unfallrenten belief sich auf 18.107. Sie lag damit nah am Vorjahreswert von 18.232 erstmals gezahlten Unfallrenten. 730 Versicherte verloren aufgrund von Unfällen ihr Leben (2017: 731): 420 durch Arbeitsunfälle, 310 durch Wegeunfälle. Hussy appellierte vor diesem Hintergrund an Arbeitgeber, Beschäftigte und die Politik, sich um mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu bemühen. “Alle können mehr zur Sicherheit auf den Straßen beitragen: der Chef, der darauf verzichtet, seine Leute anzurufen, wenn er weiß, dass sie gerade hinter dem Steuer sitzen. Die Politik, indem sie Verkehrsräume insbesondere für die schwächeren Verkehrsteilnehmer sicher gestaltet. Aber auch jede und jeder Einzelne, indem man Ablenkung so gut es geht meidet – im Klartext: öfter mal das Handy weglegen oder die Stöpsel aus dem Ohr nehmen.”

Quelle: www.DGUV.de (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung)

Mit uns richtig geschult!

Die Zahlen zeigen erneut, wie wichtig Präventionarbeit im Unternehmen ist. Denn das beste Rezept gegen Unfälle ist, sie zu verhindern. Arbeitsunfälle sind oftmals nicht nur tragisch für die Betroffenen, sondern auch mit Schadenersatzansprüchen sowie unangenehmen Folgen für die gesamte Mitarbeiterschaft und den Betrieb verbunden. Hier braucht es ein entsprechendes Bewußstein bei den Beschäftigten. Mit unserem umfangreichen Schulungsprogramm in Sachen Arbeits- und Gesundheitsschutz stellen wir den stetig steigenden Stellenwert von Arbeits- und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz in den Mittelpunkt und helfen nachhaltig bei der Vermeidung von Unfällen. Um den Arbeitsschutz im Betrieb zu verbessern, sensibilisieren wir die Teilnehmer auf mögliche Unfallgefahren am Arbeitsplatz und vermitteln im Rahmen der Schulung Grundlagen der Arbeitssicherheit. Zudem vermitteln wird auch das richtige Verhalten, im Falle eines Unfalls vermittelt.

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Das Ehrenamt, eine der wichtigsten Säulen unserer Gesellschaft

Ob im Fußballklub, im Seniorenheim oder in einer Unterkunft für Geflüchtete: Im Jahr 2018 gab es laut Statista in der deutsch­sprachigen Bevöl­kerung ab 14 Jahre 14,87 Millionen Personen, die ein Ehrenamt ausübten bezie­hungs­weise unent­geltlich für andere tätig waren. Doch nicht alle Ehren­amt­lichen, darunter etwa Vorstände in gemein­nützigen Heimat- oder Tierschutz­vereinen, sind automatisch in der gesetzlichen Unfall­ver­sicherung abge­sichert. Das weiß nicht jeder, wie Matthias Franke erklärt: „Das Thema erscheint einem nebensächlich. Man will helfen und macht sich keine Gedanken, welche Konsequenzen es hat, wenn einem etwas passiert.“ Dass sich der Unfall beim Verteilen der Kirchen­zeitung zugetragen habe, sehe er als kleines Glück, denn somit sei er über die gesetzliche Unfall­versicherung, die es für Ehren­amtliche im Bereich der katholischen Kirche gibt, pflicht­versichert gewesen.

Besteht kein gesetz­licher Versicherungs­schutz, können bestimmte Organi­sationen wie Sportvereine ihre bürgerschaftlich Engagierten über eine freiwillige Versicherung absichern. Es zeigt sich jedoch, dass diese Möglichkeit nach wie vor nicht allen bekannt ist. Auch gehen einige Vereine und Vereins­mit­glieder davon aus, dass jedes Mitglied versichert werden kann. Dem ist nicht so. Einrich­tungen sollten daher im Rahmen ihrer Fürsorge­pflicht sicher­stellen, dass ihre ehren­amtlich Engagierten versichert sind – und dass die Ehren­amtlichen sich darüber informieren, ob sie im Falle eines Unfalls in der gesetz­lichen Unfall­versicherung abgesichert wären.

Quelle: Certo Portal (Magazin für Sicherheit und Gesundheit)

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Wegeunfälle – Versicherungsschutz besteht nicht nur am Arbeitsplatz

Egal wie und egal ob zu Fuß oder mit einem Verkehrsmittel, ein Unfall ist schnell passiert. Auf dem Weg zur Arbeitsstelle oder auf dem Nachhauseweg handelt es sich dabei um einen Wegeunfall. Da die Fahrt zum Arbeitsplatz in direktem Zusammenhang mit der ausgeübten Tätigkeit steht, handelt es sich beim Wegeunfall immer auch um einen Arbeitsunfall. Für beide Unfallvarianten bieten die Versicherungsträger gleiche Versicherungsbedingungen. Doch wann beginnt der Schutz, setzt aus oder erlischt? Die wichtigsten Fakten dazu hat die VBG (Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG)
gesetzliche Unfallversicherung) zusammengetragen. Hier finden Sie die wichtigsten Fakten zu ihrem Versicherungsschutz auf dem Arbeitsweg.

  1. Auf dem direkten Weg zur Arbeit ist man versichert. Über­nachtet man nicht zu Hause, sondern an einem anderen Ort, besteht auch von dort aus Versicherungs­schutz auf dem Weg zur Arbeit. Der Weg muss aller­dings in einem angemessenen Entfernungs­verhältnis zum üblichen Arbeits­weg stehen.
  2. Wer die Kinder auf dem Weg zur Arbeit in den Kinder­garten, Hort oder zur Tages­mutter bringt und dafür einen Umweg nehmen und damit vom direkten Arbeits­weg abweichen muss, ist auch auf diesem Umweg versichert.
  3. Tanken, einen Kaffee holen oder den Wochen­ein­kauf erledigen? Unter­bricht man den Arbeits­weg dafür nur kurz, lebt der Versicherungs­schutz nach dem Zwischen­stopp wieder auf. Dauert die Unter­brechung jedoch länger als zwei Stunden, erlischt er.
  4. Auf dem direkten Nachhauseweg besteht Versicherungsschutz. Wer nach der Arbeit, statt nach Hause zu fahren, zum Fußballtraining fährt, ist auch auf der Strecke bis zum Platz versichert. Der Weg vom Vereinsplatz nach Hause ist nicht mehr versichert.
  5. Nicht immer ist der direkte Weg der verkehrs­günstigste. Ändert man die Route, um Staus oder Bau­stellen zu umgehen, ist dieser Umweg auch versichert. Allein wegen einer „schöneren“ Strecke nicht den direkten Weg zu nehmen gilt hingegen als rein privater Grund und ist damit nicht versichert.
  6. Ob per Fahrrad, im Auto, in der Straßen­bahn, zu Fuß oder mit dem Skate­board – wie man zur Arbeit kommt, ist unerheblich für den Versicherungs­schutz.
Quelle: Certo Portal (Magazin für Sicherheit und Gesundheit)

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Konzepte auf dem Prüfstand

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